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Warum wir für fremde Menschen beten?

Wir empfinden es als wichtig miteinander und füreinander zu beten. Unserer Meinung nach ist ein dreiminütiges leidenschaftliches Gebet besser, als ein ganzes Leben in lauwarmen Gebeten zu verbringen. Wir wollen uns immer wieder neu daran erinnern, weil Gebete die Welt verändern können….

Informationen zu unserem Projekt unter „was ist prayer patrol?“

Inci Auth

Zur Person der Autorin:

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Geboren wurde Inci Auth 1969 in Hessen, verbrachte ihre gesamte Kindheit wohlbehütet im Rhein-Main-Gebiet. Während ihrer Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau machte sie aufgrund eines langjährigen Jobs als Babysitter erste Erfahrungen in der Kinderbetreuung. Ihr großer Kinderwunsch erfüllte sich, als im Jahr 1999 ihr Sohn Dennis auf die Welt kam.

Als Mutter hatte sie zunächst den großen Schock zu bewältigen, ein lebensbedrohlich krankes Kind geboren zu haben. Doch kaum hatte sie die Herzerkrankung ihres Kindes angenommen, erfuhr sie die ganze Wahrheit: ihr Kind würde nie gesund werden. Dennis’ komplexer, angeborener Herzfehler stellte die scheinbar heile Welt der Familie in Frage und lehrte sie, dass Leben das ist, was wir daraus machen.

In tiefer Verzweiflung fand sie zum Glauben und erlebte uneigennützige Nächstenliebe am eigenen Leib. Sie lernte ihre Erwartungen durch ihre Liebe und ihr Vertrauen auf Gott zu ersetzen und tiefe Dankbarkeit zu empfinden. Aufgrund ihres langjährigen Studiums bezüglich Autismus und des Andersseins ihres Kindes bekam sie einen neuen Blickwinkel und erkannte, wohin der Weg der Familie gehen sollte. Und sie fand heraus, dass es sehr wohl Möglichkeiten gibt, ihrem Kind zu helfen, anstatt den Kopf in den Sand zu stecken und stehenzubleiben. Dazu benötigte sie allerdings die Hilfe anderer, denn alleine konnte sie es nicht schaffen.

Sie lernte die Menschen kennen. Diejenigen, die ihnen gut tun und sie akzeptieren, wie anders sie auch sind. Sie bekam im Laufe der Jahre Anerkennung und fand echte Freunde. Freunde, die nicht verschwinden, wenn es zu schwierig oder anstrengend wird.

Inmitten dieser schweren Zeiten lernte sie ihren jetzigen Mann kennen und lieben. Sie erfuhr, wie anders es war, ihr Kind nicht mehr alleine großziehen zu müssen, sondern einen Partner an ihrer Seite zu haben, auf den sie sich tausendprozentig verlassen kann.

Im Laufe von Dennis’ weiteren Lebensjahren wurden zusätzliche Behinderungen hinzudiagnostiziert. Während sie sich durch das Leben kämpfte, Schuldgefühle, viel zu wenig Schlaf hatte und viele Seelenqualen litt, gewöhnte sie sich schließlich an ihre Rolle als Mutter eines mehrfachbehinderten Kindes. Sie lernte, geduldiger zu sein, mit der lebensbedrohlichen Herzkrankheit zu leben, sich gegen Ärzte und Therapeuten zu behaupten. Viele Kämpfe mit Ämtern und anderen Organisationen durchzustehen und den Alltag zu bewältigen.

Durch diesen gemeinsamen Lebens- und Schicksalsweg, die erworbenen Erfahrungen und Beziehungen, fand sie zum christlichen Glauben und entwickelte  sich zu dem Menschen, der sie ohne ihr besonderes Kind nie geworden wäre. Und ihr wäre vermutlich die große Kraft der Liebe verborgen geblieben.